Die EZB-Zinserhöhungsserie sowie die maue Konjunkturentwicklung dämpfen die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen im Euroraum. Die Darlehensausreichung der Finanzinstitute an Unternehmen lag im November lediglich auf Vorjahresniveau (0% YoY), wie die EZB gestern mitteilte. Im Oktober war die Kreditvergabe auf Jahressicht sogar um 0,3% geschrumpft. 
Seit Sommer 2022 verteuerten die zehn EZB-Zinserhöhungen die Kredite zunehmend. Dazu kommt die Konjunkturflaute. Das BIP in der 20-Länder-Gemeinschaft sank im 3. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal um 0,1%. Gleichzeitig sank im November die Geldmenge M3 um 0,9%, zu der unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten sowie Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen zählen. Das M3-Geldmengenwachstum ist bereits seit Juli 2023 negativ. Obwohl der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation inzwischen als komplex angesehen werden kann, können die Daten zur Geldmenge Hinweise auf die Entwicklung der Inflation liefern. 

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