Auch gestern haben die Unternehmen keine neue Anleihe in der EUR-Währung begeben. Das ist aktuell keine Besonderheit, denn bereits seit dem 21. Juli herrscht eine Flaute auf dem Primärmarkt. Die Sommerpause erstreckt sich auch auf den USD-Währungsraum. In der vorigen Woche platzierte nur ein Unternehmen eine USD-Anleihe. Neben den Sommerferien hierzulande spielte auch die noch laufende Berichtssaison für viele Unternehmen eine limitierende Rolle.
Die Bilanz bei den Neuemissionen seit Jahresanfang ist jedenfalls positiv: Die Unternehmen haben neue EUR-Anleihen im Gesamtvolumen von 219 Mrd. Euro begeben und damit den schwachen Vorjahreszeitraum um ca. 26% übertroffen. Auch für das zweite Halbjahr 2023 erwartet das LBBW Research eine deutliche Steigerung gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum und damit eine Fortsetzung der Normalisierung.
Heute Nachmittag gibt es Neuigkeiten zur US-Inflation: Um 14.30 Uhr wird der Konsumentenpreisindex für Juli veröffentlicht. Die LBBW rechnet nochmals mit einem leichten Preisanstieg von 0,2% gegenüber dem Vormonat. Damit würde sich der Trend vom Juni (ebenfalls +0,2%) und das Abebben der hohen jährlichen Inflationsrate fortsetzen. Dies wäre im Einklang mit der LBBW Prognose, dass die US-Leitzinsen ihr Hoch bereits erreicht haben. Nur bei einer deutlich höher als erwarteten Juli-Inflation würde sich der Druck auf die Fed erhöhen, die Leitzinsen nochmals anzuheben. Die Marktteilnehmer hielten sich im Vorfeld zurück, die US-Börsen schlossen gestern schwächer.