Im Zuge der Zinserhöhungen der EZB - zuletzt Mitte März um 0,50 Prozentpunkte - verlangsamte sich das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen im Euroraum weiter. Im Vergleich zum Vorjahresmonat reichten im Februar die Banken nur noch 5,7% mehr Darlehen an Firmen aus, wie die EZB gestern mitteilte. Im Januar lag das Wachstum noch bei 6,1% und im Dezember bei 6,3%. Spiegelbildlich verhält sich der Wachstumspfad der Kreditvergabe an Unternehmen in Deutschland. Das Wachstum betrug im September 2022 noch 13% - das größte Plus seit Oktober 2008 - und fiel bis in den Februar auf 9,1% herab. Das Kreditwachstum könnte sich vor dem Hintergrund der noch bevorstehenden Zinserhöhungen im laufenden Jahr weiter abschwächen. Gleichfalls hat die EZB im März damit begonnen, ihre umfangreichen Anleihenbestände abzuschmelzen und dadurch ihre Notenbankbilanz zu verringern. Der eingeleitete Bilanzabbau verschärft die Finanzierungsbedingungen und hat das Ziel, die Nachfrage zu dämpfen, um dadurch die Inflation zu bremsen.

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