Das Jahr 2024 wird durch richtungsweisende politische Entscheidungen geprägt werden. In den USA könnte ein Comeback von Donald Trump einen Kurswechsel auslösen, der auch Europa maßgeblich beeinflussen würde. Am 15.1. beginnen die Vorwahlen der Republikaner mit dem Caucus in Iowa. Bereits am 13.1. wählt Taiwan unter dem kritischen Blick Pekings sein Parlament und einen neuen Präsidenten. Im Juni wählen dann die EU-Bürger ihr neues Parlament, dessen Machtbalance sich allerdings typischerweise nur graduell verschiebt. Die Briten dürfen nicht mehr mitmachen, aber ihr Unterhaus neu wählen. Mehr Wähler als Europa und USA zusammengenommen dürfen im Frühjahr Indiens Parlament neu bestimmen. Der Mechanismus zur Verlängerung der Amtszeit des russischen Präsidenten gehört hingegen nur formal in diese Aufzählung. Dass der Kreml ein anderes Werteverständnis besitzt, hat er mit dem Raketenregen auf die Zentren der Ukraine erneut unter Beweis gestellt. Der Krieg dürfte im neuen Jahr wohl kaum zu einem Ende kommen. Um Russlands Aggression zu stoppen, müsste sich der Westen endlich entscheiden, sein industrielles Potenzial in die Waagschale zu werfen. 

Treiber der jüngsten Börsenrally waren Hoffnungen, dass die Notenbanken schon bald ihre Zinsen senken würden. Da sich die Inflationsraten den Zielzonen genähert haben, achten die Märkte vor allem auf die Konjunkturzahlen. In dieser Woche stehen mit den ISM-Indizes (Mittwoch bzw. Freitag) und dem US-Arbeitsmarktbericht (Freitag) zentrale Daten auf der Agenda. Den Auftakt machte China: Der heute früh veröffentlichte Caixin-Einkaufsmanagerindex legte, getrieben durch gestiegene Auftragseingänge, marginal auf 50,8 Punkte zu. Der staatlich ermittelte Index war hingegen um 0,4 auf 49,0 Punkte gesunken. 
 

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