Der Markt für Industriemetalle wird als Folge der Sanktionen von den USA und Großbritannien gegen Russland in drei Kategorien aufgeteilt: neues russisches Metall, altes russisches Metall und nichtrussisches Metall. Die jüngsten US- und UK-Restriktionen verbieten die Lieferung jeglicher russischer Waren, die nach dem 13. April hergestellt wurden. Davon betroffen sind also neu produzierte Metalle, die über die Börsen in den USA und in Großbritannien nicht mehr geliefert werden können. Weiter möglich bleibt dagegen der Handel mit vor dem 13. April eingelieferten russischen Metallen. Russland zählt mit einem Anteil von jeweils fünf bis zehn Prozent am globalen Nickel-, Kupfer- und Aluminium-Angebot zu den bedeutenden Produzenten. Infolge der Sanktionen kletterten die Aluminiumpreise zur Börseneröffnung am Montag um 10 % und erreichten zugleich den höchsten Stand seit 22 Monaten. Nickel und Kupfer konnten ebenfalls zulegen. Insgesamt dürfte die Liquidität russischer Metalle auf den europäischen und amerikanischen Märkten deutlich abnehmen. Es ist davon auszugehen, dass die globalen Handelsströme nun in Richtung China gelenkt werden. Die Shanghai Futures Exchange könnte also zu einer der bedeutendsten Rohstoffbörsen der Welt aufsteigen.

Heute im Fokus: Um 11.00 Uhr stehen heute die finalen Inflationsdaten für den Monat März im Euroraum auf der Agenda.

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