Eskalation zwischen USA und China

Zwischen den USA und China dreht sich die Eskalationsspirale dagegen in atemberaubender Geschwindigkeit. China gebe sich keinen Illusionen mehr hin, einen baldigen Deal mit den USA zu erreichen. Das war Montagmorgen in der Zeitung der Kommunistischen Partei zu lesen. Vergangenen Freitag hatte die chinesische Regierung als Vergeltung für die US-Zölle ihrerseits einen Zoll von 34 % auf Importe aus den USA verhängt. In Reaktion hierauf drohte Trump gestern, noch einmal einen Zollsatz von 50 % zusätzlich auf die schon bestehenden Zölle aufzuschlagen, sollte China seine Vergeltungsmaßnahme nicht zurücknehmen. Dazu gab ihnen Trump bis heute Zeit. Ansonsten würde der 50 %-Aufschlag ab morgen (9. April) gelten. Vermutlich wird es dazu auch kommen, denn China kündigte bereits an, in diesem Fall weitere Gegenmaßnahmen ergreifen zu wollen. Man werde "bis zum Ende kämpfen".

 

Orientierungssuche an den Märkten

Wenig verwunderlich begann die neue Woche mit einem äußerst nervösen Handelstag an den Finanzmärkten. Die europäischen Aktienmärkte verbuchten erneut kräftige Verluste. Die US-Indizes beendeten den Tag nach volatilem Handel nahezu unverändert. Heute früh notiert der japanische NIKKEI 225 gut 5 % im Plus. Chinesische Aktienindizes zeigen sich zwar stabil, aber kaum erholt. Die Futures-Kurse deuten auf einen freundlichen Handelsstart an den europäischen Aktienbörsen. Interessant ist derweil die Reaktion der Rentenmärkte. Während in den vergangenen Tagen die Risikoaversion der Marktteilnehmer die Renditen erstklassiger Staatsanleihen sinken ließ, stellte sich gestern im weiteren Tagesverlauf ein deutlicher Renditeanstieg ein. Trotz niedrigem Ölpreis überwogen hier offenbar die Sorgen, dass die Zollstreitigkeiten die Inflation ansteigen lassen.

Kontakt & Filialen Hilfsmittel & Rechner Notfall & Hilfe