Die industrielle Produktion in Europa befindet sich im Rückmarsch. Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Mai um 0,6 % im Monatsvergleich gesunken. Besonders die schwache Leistung Deutschlands, eines industriellen Schwergewichts, trägt zu diesem Abwärtstrend bei. Wie die Statistikbehörde Eurostat gestern vermeldete, sank die Industrieproduktion in der Eurozone im Mai im Jahresvergleich um 2,9 %, in der Gesamt-EU um 2,5 %. Deutschland steht mit -6,6 % sehr schlecht da - nur Rumänien verliert mit -6,9 % noch mehr. Vom September 2022 bis Mai 2024 ist die Produktion in der Eurozone mittlerweile um 7,34 % gesunken.

Auch in China hat sich das Wirtschaftswachstum weiter verlangsamt. Die Gründe dafür sind der anhaltende Abschwung am Immobilienmarkt und die unsichere Lage am Arbeitsmarkt im zweiten Quartal. Wie aus den gestern veröffentlichten Daten hervorgeht, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt von April bis Juni um 4,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies ist das langsamste Wachstum seit dem ersten Quartal 2023 und liegt unter der von Analysten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters prognostizierten Wachstumsrate von 5,1 %.

Das ZEW in Mannheim veröffentlicht heute um 11:00 Uhr seinen monatlichen Bericht der Konjunkturerwartungen. Im Juni lag der Index bei 47,5 Punkten um 0,4 Prozentpunkte höher als im Mai. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage verschlechterte sich leicht um 1,5 Punkte auf minus 73,8. Für Juli prognostiziert die LBBW bei der Erwartungskomponente eine Abschwächung um 5 Punkte auf 42,5 Punkte. Mit dieser Prognose liegen sie leicht über der aktuellen Konsensschätzung. Aus den USA folgen um 14:30 Uhr die Einzelhandelsumsätze für Juni. Nach einem Plus von 0,1 % im Mai erwartet das LBBW Research für die Einzelhandelsdaten Juni ein Minus von 0,2 %.

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