Schwächerer US-Dollar
Am Devisenmarkt erfuhr der US-Dollar Gegenwind, da es den Zollplänen von US-Präsident Donald Trump noch an Klarheit mangelt. Trumps erste Äußerungen zur Höhe des in Aussicht gestellten Strafzolls auf China-Importe liegen mit aktuell 10 % noch fernab der im Wahlkampf angedrohten 60 %. Es entsteht damit der Eindruck, dass Trump offenbar Handelsverhandlungen vorbereitet und nicht einen extremen Handelsprotektionismus forciert. Das könnte den US-Dollar weiter schwächen. Der Dollar-Index, der die Devise zu anderen wichtigen Währungen misst, gab gestern um zeitweise 0,3 % auf 107,75 Punkte nach und stand damit in der Nähe seines Zwei-Wochen-Tiefs. Zum Tagesschluss pendelte er sich nahe der Marke 108 ein.
Forschung zieht ins Ausland
Innovation spielt so gut wie in jedem großen Industrieunternehmen eine bedeutende Rolle für das Kerngeschäft. Allerdings sehen rund die Hälfte der Industrieunternehmen Deutschland für wenig oder gar nicht geeignet für ihre Innovationsaktivitäten. Dies zeigt eine Umfrage unter rund 270 Betrieben mit mindestens 250 Beschäftigten durch das Allensbach-Institut für den BDI. Fast jedes dritte Unternehmen verlagerte oder erwägt die Verlagerung der Forschungs- und Entwicklungsbereiche ins Ausland. Hauptgründe sind vor allem die hohen Kosten, viel Bürokratie und lange Verfahren am Standort Deutschland. Ausländische Standorte profitieren demnach von geringerer Bürokratie, größerer Innovationsoffenheit und besseren Umsetzungsmöglichkeiten für Ideen und Technologien. Insgesamt ist der Appell an die neue deutsche Bundesregierung klar: Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wirtschaftsstandortes muss ins Auge gefasst werden, um die Skepsis der Unternehmen zu reduzieren und den Innovationsgeist vor Ort zu erhalten und zu fördern. Andernfalls könnte Deutschland eine wichtige Säule für Wertschöpfung verlieren.
Datenarmer Kalendertag
Wie bereits gestern ist auch heute der Konjunkturkalender nur dünn bestückt. Es erwartet uns der aktuelle Stimmungsindikator in Form des EWU-Verbrauchervertrauens für Januar. Im Konsens wird ein Minus von 14,3 Punkten erwartet. Damit könnte die Talfahrt nach zwei Rückgängen in Folge wieder enden. Nichtsdestotrotz wäre damit das Stimmungsniveau so niedrig wie im Mai 2024.