Unternehmen haben über 400 Mrd. Euro an neuen Anleihen platziert
Die Unternehmen hielten sich gestern am Primärmarkt ebenfalls noch zurück und verlängerten damit die Ruhephase der vergangenen Woche, in der sie die Entwicklungen rund um die Wahlen in den USA und die Notenbanksitzung der Fed abwarteten. Eine Verschnaufpause bei Neuemissionen haben sie sich jedenfalls verdient. Denn in den ersten zehn Monaten des Jahres platzierten die Unternehmen ein sehr hohes Volumen von 403 Mrd. Euro an neuen Anleihen in der EUR-Währung. Dies bedeutete eine Steigerung um 40 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und war zugleich das historisch zweithöchste Volumen für diesen Zeitraum. Nur im Ausnahmejahr 2020 hatte es ein noch höheres Volumen gegeben (460 Mrd. Euro). Wenn die Unternehmen im November und Dezember insgesamt noch 40 Mrd. Euro platzieren, dann wird auch das Gesamtjahr 2024 mit dem bisher zweithöchsten Volumen an Neuemissionen abschneiden.
Heute neue Makrodaten
Nach dem Ruhetag gestern stehen heute wieder einige Makrodaten zur Veröffentlichung an. Der Tag startet mit dem Konsumentenpreisindex für Deutschland: Die finale Steigerungsrate für den Oktober dürfte auf Höhe des vorläufigen Wertes von +2,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat bestätigt werden. Um 11 Uhr folgt der ZEW Index für November. Hier rechnet die LBBW mit einer leichten Steigerung gegenüber dem Vormonat, in dem die ZEW Erwartungen bei 13,1 Punkten notierten und die Lage mit -86,9 Zählern sehr schwach ausfiel. Aus Übersee gibt es anschließend ein Update zum Wirtschaftsvertrauen des US-Mittelstands, das im Oktober leicht gestiegen sein dürfte. Und zum Abschluss des Tages veröffentlicht die US-Notenbank Fed noch ihr aktuelles Umfrageergebnis zu den Kreditvergabebedingungen der US-Banken.