Aber nicht nur in den USA zeigt sich der Rückgang der Teuerung zäher als gedacht, sondern auch im Vereinigten Königreich. Gestern wurden dort die Inflationszahlen für März veröffentlicht. Die Kernrate sank zwar von 4,5 % auf 4,2 % YoY, und in der Headline ging es von 3,4 % auf 3,2 % YoY nach unten. Im Konsens war für beide Werte jedoch ein um einen Zehntelprozentpunkt stärkerer Rückgang erwartet worden.

Am Anfang der US-Berichtssaison stehen traditionell die Zahlen der Großbanken. Nachdem mit Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Wells Fargo inzwischen sämtliche führenden US-Kreditinstitute berichtet haben, lässt sich hierfür ein durchaus positives Fazit ziehen: Fünf der sechs Gesellschaften legten für Q1/2024 bessere Zahlen vor als im vorausgegangenen vierten Quartal 2023. In genauso vielen Fällen wurden dabei auch die Analystenerwartungen übertroffen. Bei vier Instituten fiel der Gewinn je Aktie sogar mehr als doppelt so hoch aus wie im Schlussquartal 2023. Trotzdem lag dieser lediglich bei der Hälfte der Gesellschaften höher als im Auftaktquartal 2023.

Heute berichten insgesamt elf Mitglieder aus dem S&P 500 zum abgelaufenen Geschäftsquartal. International dürften hiervon insbesondere die Zahlen von Netflix, welche allerdings erst für den späten Abend terminiert sind, von großem Interesse sein. Nachdem die niederländische ASML gestern den Startschuss in die europäische Berichtssaison gab und dabei über einen schwachen Auftragseingang klagte, richtet sich der Blick im Euro Stoxx 50 heute mit den Quartalszahlen von Nokia und Nordea nach Skandinavien. Mit Sartorius gewährt zudem das erste DAX-Mitglied einen Blick in seine Bücher.

Mit den Zahlen zu den US-weiten Verkäufen bestehender Häuser setzt sich das Set an Daten zur aktuellen Verfassung des US-Immobilienmarkts heute weiter fort. Zuvor waren bereits der NAHB-Index, ein Frühindikator, veröffentlicht worden, welcher nach vier Anstiegen in Folge nun erstmals wieder nur noch auf der Stelle trat. Zudem fiel die Zahl an Baugenehmigungen um 6,2 % niedriger aus als im Monat davor, bei den Neubaubeginnen lag der jüngste Wert sogar um 14,7 % niedriger. Und für die Zahlen zu den Verkäufen bestehender Häuser wird im Konsens ein um 4,1 % niedrigerer Wert als im Vormonat erwartet.

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