In toto dürften obige Zahlen den US-Währungshütern durchaus gewisses Kopfzerbrechen bereiten. Schließlich müssen jene auf ihrer morgen startenden und am Mittwoch endenden Sitzung entscheiden, ob sie den US-Leitzins ein weiteres Mal nach oben schleusen oder die Füße lieber stillhalten und eine abwartende Position einnehmen werden. Die LBBW erwartet letzteres. Aber einfach dürfte Powell & Co. diese Entscheidung nicht fallen. Eine schwächelnde Konjunktur würde die US-Inflation wohl automatisch nach unten bringen. Die - wie obige Daten zeigen - nach wie vor robuste Verfassung der US-Wirtschaft tut dies jedoch nicht. Daher besteht das Risiko, dass der Kampf gegen die Inflation trotz einer ganzen Serie an Leitzinserhöhungen noch nicht vollends gewonnen ist. Schließlich ist die Fed noch keineswegs am Ziel.
Aber nicht nur die Währungshüter der Federal Reserve treffen sich in dieser Woche: Für Mittwoch sind zudem die Sitzungen der Schweizer Nationalbank sowie der Bank of England terminiert. Und am Freitag tagt die Bank of Japan. Zuletzt sorgte der japanische Notenbank-Gouverneur Kazuo Ueda für Furore, indem er durchblicken ließ, dass die japanischen Währungshüter aktuell über einen behutsamen Ausstieg aus der dort immer noch ultra-lockeren Geldpolitik nachdenken würden.