Neben den Firmen im Bau haben auch die Unternehmen in der Industrie mit der mauen Konjunktur zu kämpfen. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnet derzeit ein Abschmelzen der Auftragspolster. Vor allem die gesunkenen Neuaufträge reduzieren die Reichweite des Auftragsbestands - insbesondere in der Automobilindustrie. Die Reichweite sank im August auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Sie nahm auf 7,1 Monate ab, nachdem sie im Juli noch 7,2 Monate betragen hatte und im April mit 8,1 Monaten ein Allzeithoch erreichte. Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Aufträge theoretisch produzieren müssten, um die vorhandenen Bestellungen abzuarbeiten.
Auf dem heutigen Makrodaten-Kalenderblatt dreht sich alles um die USA. Der Philadelphia Fed Index, der das Geschäftsklima für die regionale US-Industrie in Philadelphia erhebt, könnte sich im Oktober leicht verbessert haben. Die bereits gestern veröffentlichten September-Zahlen für die Neubaubeginne und Baugenehmigungen zeigten ein gemischtes Bild. Die Neubaubeginne stiegen zwar auf 1,358 Mio. Einheiten, blieben jedoch hinter der Konsensprognose zurück. Die Baugenehmigungen fielen zwar auf 1,473 Mio. Einheiten, jedoch lagen sie noch über der Konsensschätzung von 1,38 Mio. Zudem sank angesichts stark gestiegener Zinskosten die Nachfrage der US-Amerikaner nach Baukrediten auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten. Das entsprechende Barometer zu den Hypothekenanträgen des Branchenverbands Mortgage Bankers Association fiel in der Woche zum 13. Oktober um 6,9 % auf 166,9 Indexpunkte. Heute werden die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser erwartet. Ein Rückgang scheint gemäß den Erwartungen der Konjunkturbeobachter fast ausgemacht. Mit prognostizierten 3,89 Mio. Hausverkäufen würde das Niveau unterhalb der Corona-Zeit und auf dem Level von Oktober 2010 liegen.