Martialisches Säbelrasseln
Anlässlich des 80. Jahrestags der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg demonstrierte China gestern seine wachsende Macht mit der bis dato größten Militärparade. Im Rahmen seiner Rede betonte Chinas Staatschef Xi Jinping, dass die Menschheit vor der Wahl zwischen Dialog oder Konfrontation, Frieden oder Krieg, stünde. Und, dass das chinesische Volk dabei auf der richtigen Seite der Geschichte stehe. Neben Xi wohnten Seite an Seite der russische Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un dem martialischen Schauspiel bei. US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social daher: Bitte richten Sie Wladimir Putin und Kim Jong-un meine herzlichsten Grüße aus, während diese sich gegen die Vereinigten Staaten von Amerika verschwören. Trump empfiehl Xi zudem, dass dieser die Menschen daran erinnern solle, dass es die USA war, welche China damals im Kampf gegen den japanischen Aggressor beistand.

 

Abverkauf von Anleihen macht Sorgen
Die weltweit steigenden Staatschulden mutierten mehr und mehr zum beherrschenden Thema an den Börsen. Angesichts immer höherer Schuldenquoten dürften sich die Anleger dabei vor allem um die Tragfähigkeit so mancher Länder sorgen. Reines Gürtel enger schnallen und sparen dürfte dabei in manchen Fällen nicht ausreichend sein. So liegt beispielsweise in Frankreich der durchschnittliche Zinssatz für Staatsschulden über der Wachstumsrate der Wirtschaft. Die Minderheitsregierung von Frankreichs Premier François Bayrou plant daher zwar Haushaltskürzungen. Weil dies der Opposition nicht schmeckt, dürfte jene die Regierung am kommenden Montag im Rahmen einer Vertrauensabstimmung jedoch zu Fall bringen. Im hochverschuldeten Japan droht derzeit ebenfalls eine Regierungskrise. Zudem steht die britische Regierung unter Druck bis zum Haushaltsentwurf im November eine Lücke von 20 bis 25 Milliarden Pfund schließen zu müssen. Last but not least gibt die US-Regierung derzeit rund sieben Billionen US-Dollar pro Jahr aus, nimmt im Gegenzug jedoch nur fünf ein. Falls der Oberste Gerichtshof das Urteil einer Vorinstanz, dass Trumps Zölle nicht rechtens sind, bestätigen würde, müsste die USA zudem Zolleinnahmen von 170 Milliarden zurückzahlen.

 

Große Rotation
Der September bringt regelmäßig größere Veränderungen in den Zusammensetzungen der Benchmark-Aktienindizes. Bereits am Montag gab Stoxx bekannt, dass die Deutsche Bank, Siemens Energy sowie das niederländisch-belgische Biotechnologieunternehmen Argenx in den Euro Stoxx 50 aufsteigen und dort Nokia, Pernod Ricard und Stellantis ersetzen. Im paneuropäischen Stoxx Europe 50 sind ebenfalls deutsche Werte vom Austausch betroffen. Während Rheinmetall sowie die spanische Bank BBVA in diesen aufsteigen, müssen ihn BASF und Mercedes-Benz verlassen. Nach US-Börsenschluss veröffentlichte gestern Abend nun auch die Deutsche Börse, was sich in ihren Auswahlindizes tut: Die bisherigen MDAX-Mitglieder GEA und Scout 24 steigen in den DAX auf und ersetzen dort Porsche Vz. und Sartorius Vz., welche in den Midcap-Index weichen müssen. Im MDAX gibt es zudem einen weiteren Wechsel: Das bisherige SDAX-Mitglied Fielmann ersetzt dort Evotec, welches künftig im Index für Smallcaps gelistet ist, in welchem es mit 1&1 für SGL Carbon zu einem weiteren Austausch kommt. In den Indizes umgesetzt werden die Änderungen allerdings nicht schon sofort, sondern erst per 22. September.

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