In den USA warteten die Anleger zuletzt vergeblich darauf, dass sich der schon länger angeschlagene Immobilienmarkt erholt. Anfang 2023, sowie erneut zu Beginn dieses Jahres sah es zwar jeweils danach aus. Aber beide Male folgte der Hoffnung die Ernüchterung auf dem Fuße. Dieser Tage stand nun die neueste Datenrunde zum US-Immobilienmarkt auf der Agenda. Hierbei wurden die Sorgen nochmals größer anstatt kleiner. Der NAHB-Index - wichtigster Frühindikator hierzu - sank zum zweiten Mal in Folge und notiert, nachdem er sich zu Jahresbeginn zunächst markant nach oben entwickelt hatte, damit so niedrig wie seit Dezember 2023 nicht mehr. Die nun zur Veröffentlichung anstehenden harten Mai-Daten zur Immobilienaktivität enttäuschten ebenso: Die Zahl der US-weit erteilten Baugenehmigungen sank gegenüber April um 3,8 %. Bei den Neubaubeginnen fiel der veröffentlichte Wert um 5,5 % niedriger aus. Bei den gestern präsentierten Neubauverkäufen war sogar ein Einbruch um 11,3 % zu verzeichnen. Last but not least sank auch die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser um 0,7 %. Verglichen mit dem Hoch vor Beginn der Krise lesen sich die Zahlen noch weit dramatischer: Im Durchschnitt der skizzierten vier Kenngrößen sank die Aktivität am US-Immobilienmarkt seither um nahezu 32 %. Mit den Zahlen zu den schwebenden Hausverkäufen steht für heute eine allerletzte Veröffentlichung zum US-Immobilienmarkt an, welche allerdings eher untergeordneten Charakter hat.
Der japanische Yen tendiert schon seit langem schwach. Gestern markierte Nippons Währung gegenüber dem US-Dollar dann sogar ihren niedrigsten Stand seit Dezember 1986!
Für heute steht ein ganzes Bündel an Makrozahlen auf der Agenda. Neben der Geldmengenentwicklung werden für den Euroraum auch Daten zum Wirtschafts- bzw. Industrievertrauen präsentiert. Speziell für Deutschland werden zudem Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen veröffentlicht. Für die USA stehen die endgültigen Zahlen zum BIP-Wachstum im 1. Quartal 2024 sowie zu den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter auf der Agenda. Spannender als diese Datenflut, dürfte jedoch das erste TV-Duell zwischen US-Präsident Joe Biden und Herausforderer Donald Trump sein, welches den Auftakt zur finalen Phase des US-Wahlkampfs darstellt.