Euro zum USD auf 3-Monats-Tief
Jenseits des Atlantiks gingen die Zinssenkungserwartungen in den vergangenen Wochen hingegen in die andere Richtung. Die Fed wird wegen robuster Konjunktur eher vorsichtig agieren. Zudem stiegen zuletzt die Chancen von Donald Trump auf einen Wahlsieg am 5. November, wie gestern an dieser Stelle erörtert. Wegen höherer Inflationsrisiken würde dies eine restriktivere Geldpolitik nötig machen. Gestern überwanden die Renditen 10jähriger US-Staatsanleihen erstmals seit drei Monaten die Schwelle von 4,25 %. Diese Kombination - "taubenhafte" Signale aus Euroland, "falkenhafte" Indikationen aus den USA - schürte die jüngste Dollar-Stärke. Der Euro erreichte zum US-Dollar gestern den niedrigsten Stand seit drei Monaten.
Aktien schwächer
Diese Zinssorgen in den USA dämpften auch die Rekordlaune an der Wall Street. Noch in der Vorwoche von Allzeithochs verwöhnt, stehen in der laufenden Handelswoche für den S&P 500 drei Verlusttage in Folge zu Buche. Gestern gab der S&P 500 um 0,9 % nach. Die größten Abschläge waren im Tech-Sektor zu beobachten; der Tech-Index Nasdaq büßte 1,6 % ein. Nach Börsenschluss hellte sich die Stimmung wieder auf, nachdem Tesla sehr gute Zahlen vorlegte. Deutlich bessere operative Margen als erwartet ließen die Aktie im nachbörslichen Handel um 8 % ansteigen. Der Nikkei 225 hat heute nach anfänglichen Verlusten ins Plus gedreht. Heute stehen neben einer Reihe von Quartalsberichten (u.a. Danone, Hermes, Unilever, UPS, Amazon) Einkaufsmanagerindizes für Deutschland (9:30 Uhr) und Euroland (10:00 Uhr) auf der Agenda.