In einer gestern von der EZB veröffentlichten Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Schnabel sieht diese zwar einen rückläufigen Trend der Inflationsrate. Dies liegt insbesondere an den in den vergangenen Monaten gefallenen Preise für Gas, Strom und Öl. Die Kerninflation, also ohne Berücksichtigung der Komponenten Energie und Nahrungsmittel, stieg jedoch bis zuletzt weiter. Schnabel erwartet bei der Kerninflation zudem keine schnelle Wende. Vor diesem Hintergrund dürfte die EZB, nach Ansicht der LBBW, weiter an der Zinsschraube drehen. Sie erwarten für die nächsten EZB-Zinstermine jeweils eine Erhöhung um 25 Bp. Der Leitzinspeak könnte dann im Sommer bei 3,75% für den Einlagesatz erreicht werden. Heute stehen auf dem ökonomischen Datenkalender die Einkaufsmanagerindizes aus einigen größeren europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich und Großbritannien). Für Deutschland erwartet das LBBW Research für das verarbeitende Gewerbe eine leichte Verbesserung. Das Niveau dürfte jedoch weiter im kontraktiven Bereich bleiben. Für die Einkaufsmanagerindizes aus dem Dienstleistungsbereich in Deutschland wird ebenfalls eine leichte Verbesserung erwartet. Die asiatischen Aktienmärkte starteten nach den bereits schwachen Vorgaben aus den USA ebenfalls niedriger in den Tag. Die Aktienfutures für Europa und die USA deuten zudem auf eine Fortsetzung der Konsolidierung der vergangenen Tage an.