Wenig überraschend verkündete die Fed, dass diese ihr Tagesgeldzielband unverändert bei 5,25 % - 5,50 % belasse. Darüber hinaus bekräftigten die Währungshüter erneut, dass Zinssenkungen erst dann angemessen seien, wenn mehr Zuversicht über eine nachhaltige Rückkehr zur Preisstabilität herrsche. Zumindest registriere die Fed "gemäßigte" Fortschritte in diese Richtung. Im Kontrast zu den jüngsten Entspannungssignalen an der Preisfront verunsicherte die Notenbank jedoch mit ihren angehobenen Inflationsprojektionen für dieses und nächstes Jahr. Während die Ökonomen im März noch drei Senkungen ins Auge fassten, avisieren diese bis Ende 2024 nunmehr nur noch einen Zinsschritt. Den überraschenden Inflationsrückgang bezeichnete Fed-Chef Jerome Powell zwar als ermutigend, doch seien mehr "gute Daten" notwendig. Zwar seien sie von den schlechter als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten im ersten Quartal auf dem falschen Fuß erwischt worden, jedoch könne sich die Fed nicht von einem einzigen Datenpunkt leiten lassen. Trotz der Gemengelage schloss der S&P 500 mit einem Plus von 0,85 % bei 5.421 Zählern. DAX und Euro Stoxx 50 gingen zuvor beide jeweils mit +1,4 % aus dem Handel.

Auf Basis der impliziten Leitzinserwartungen lässt sich für eine Zinssenkung im September lediglich eine Wahrscheinlichkeit von 61 % errechnen. Für November liegt diese bei 75 % und für Dezember bei 94 %.

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