Ramstein-Gipfel verschoben
Die Fed-Sitzung folgt unmittelbar auf die US-Wahlen, die zurzeit alles überschatten. Die Desinformationsmaschinerie der Trump-Unterstützer lief während des Hurrikans auf Hochtouren, um die in Washington regierenden Demokraten als Schuldige zu denunzieren. Präsident Biden sagte verständlicherweise seine Teilnahme am Ramstein-Gipfel der Ukraine-Unterstützer ab, woraufhin dieser verschoben wurde. Möglicherweise waren deshalb Rüstungswerte gestern die Verlierer an der Börse. Präsident Selenskyj besucht stattdessen Europas Entscheidungsträger, heute trifft er den deutschen Bundeskanzler Scholz in Berlin.
Großbanken starten den Zahlenreigen
Von nun an dürften die Märkte wieder stark auf die her-einkommenden Quartalszahlen schauen. Die US-Blue-Chips starten den Zahlenreigen zum dritten Quartal dabei traditionell etwas früher als die Unternehmen diesseits des Atlantiks. Die allerersten Mitglieder des S&P 500 haben zwar bereits berichtet, richtig beginnt die Berichtssaison aber erst mit den Zahlen der großen US-Banken. Den Auftakt machen heute JPMorgan Chase und Wells Fargo. Bis einschließlich Mittwoch folgen dann Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Von der Konjunkturseite stehen zunächst die US-Verbraucherpreise zur Veröffentlichung an, um 16:00 folgt dann das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Zum Wochenausklang gibt dann noch die Ratingagentur Fitch ihre aktuelle Einstufung Frankreichs bekannt. Angesichts des hohen Haushaltsdefizits und der fragilen Regierung verdient dies mehr Aufmerksamkeit als sonst üblich. Paris muss handeln: Gestern sickerte durch, dass Subventionen für E-Autos zusammenstrichen werden sollen.