Der von der US-Notenbank bevorzugte Inflations-Indikator (PCE-Kerninflation) stieg im Dezember so langsam wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Der Rückgang auf 2,9 % stärkt isoliert betrachtet die Argumentation der Befürworter einer baldigen Leitzinssenkung seitens der Fed. Die am Freitag gleichzeitig veröffentlichten Zahlen zu den privaten Konsumausgaben in den USA fielen allerdings robuster als erwartet aus. Per Saldo lasen sich damit aus den veröffentlichten Zahlen keine klaren Argumente für oder gegen eine baldige Leitzinssenkung ableiten. Unsrer Meinung nach dürfte sich die amerikanische Notenbank mit dem ersten Zinsschritt nach unten aufgrund der weiterhin erstaunlich robusten Konjunktur noch bis Mitte des Jahres Zeit lassen.

Die zuletzt in der Tendenz robust ausgefallen US-Frühindikatoren geben den US-Notenbankern u.E. kaum Anlass, im Rahmen ihres anstehenden Zinsentscheids am Mittwoch von ihrer abwartenden geldpolitischen Haltung abzurücken. Falls die Fed jedoch zu einer komplett neutralen Zins-Guidance schwenkt, wäre dies u.E. als "dovishes" Signal zu werten, da man hiermit Spekulationen über eine Zinswende auf der folgenden Sitzung im März befeuern würde. Fed-Chef Powell könnte vielmehr ein gewisses Unbehagen mit Blick auf vorschnelle Zinssenkungseuphorie am Finanzmarkt äußern, da diese die Erfolge im Anti-Inflationskampf gefährde.

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