Korrektur bei Gold schon vorbei?
Als Grund für den jüngsten Preisanstieg bei Gold wird vor allem die neuerliche Eskalation im russisch-ukrainischen Krieg angeführt. Abgesehen von der Rolle von Gold als sicherem Hafen bei geopolitischen Spannungen gibt es jedoch weiterhin wenig Argumente für steigende Goldpreise. Denn das Goldangebot steigt (Minenproduktion in Q3/24 +5,8 %, Gold-Recycling +11,3 %). Und die Nachfrage lässt nach (Münzen und Barren in Q3/24 -8,9 %, Schmuck -11,8 %, Notenbankkäufe -48,8 %). Selbst die physisch hinterlegten ETCs sind seit Ende Oktober wieder auf die Verkaufsseite gegangen. Zudem dürften die Zinssenkungen durch die Fed 2025 ins Stocken geraten und der US-Dollar weiter aufwerten. Dieser Cocktail wird dem Goldmarkt nicht schmecken! Die LBBW rechnet bis Ende 2025 damit, dass die Unze Gold auf 2.400 USD zurückfällt.
Konjunkturdaten im Fokus
Aus Japan wurden heute Morgen bereits Inflationsdaten gemeldet. Die Kerninflation hat sich im Oktober zwar verlangsamt - sie liegt aber weiterhin über dem Ziel von 2 % der japanischen Zentralbank. Nach 2,4 % im September legte der nationale Kernverbraucherpreisindex im Oktober um 2,3 % zu. Um 9:30 Uhr werden heute die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für Deutschland veröffentlicht. Im Verarbeitenden Gewerbe erwartet die Landesbank Baden-Württemberg einen Rückgang von 43,0 im Oktober auf 42,8 im November. Bei den Dienstleistungen dürfte der Rückgang 0,6 Punkte auf 51,0 betragen. Um 10:00 Uhr folgen die PMIs für die Eurozone. Hier rechnet die LBBW beim Verarbeitenden Gewerbe mit einem Minus von 0,5 Punkten auf 45,5. Bei den Dienstleistungen dürfte der Rückgang 0,6 Zähler auf 51,0 betragen. Der PMI Gesamtindex für die Eurozone dürfte damit von 50,0 Punkten im Oktober auf 49,5 im November fallen.