Am Freitag läutet mit JP Morgan, Citigroup & Wells Fargo der US-amerikanische Bankensektor die Berichtssaison für das 2. Quartal ein. Während das Kapitalmarkt- und Asset Management Geschäft weiter stützend wirken dürften, ist bei den Zinsmargen angesichts schrumpfender Zinsspannen eine Abkühlung zu erwarten. An den Börsen konnten die meisten Werte seit Anfang des Jahres deutlich zulegen. Der Dow Jones US-Bankenindex liegt seither mehr als 15 % im Plus, die Bestperformer wie Citigroup und Bank of America schlagen mit einem Anstieg von 30% bzw. 23 % sogar die Performance des S&P 500 von rund 17 %. Die relativ hohen Niveaus machen die Werte bei schwächer als erwarteten Ergebnissen anfällig für kurzfristige Rückschläge. Längerfristig könnte hingegen Rückenwind von jüngst lancierten Lockerungen bei den Eigenkapitalvorschriften der Fed für systemrelevante Banken kommen. Auch die Aussicht einer zweiten Amtszeit Trumps und von ihm angekündigte Deregulierungsmaßnahmen könnten zusätzlichen Schwung in den Sektor bringen. Erwartet werden heute auch die US-Inflationsdaten für den Monat Juni. Die Konsensschätzungen gehen von einer weiteren Abschwächung des VPI auf 3,1% y-y (nach 3,3 % im Mai) aus. Die endgültigen Zahlen dürften maßgeblich mitentscheiden, ob die Fed die Tür für eine Zinssenkung im September öffnen wird.