Pharmawerte an der Börse gesucht
Gestern profitierten die Börsen weiterhin von dem absehbaren Ende des US-Regierungsstillstands. Der Euro Stoxx 50 legte 1,1 % auf 5.726 Punkte zu und näherte sich damit bis auf wenige Zähler seinem Ende Oktober aufgestellten Rekordhoch. Die großen Gewinner waren Pharmawerte unter Führung von Novo Nordisk und Roche, nachdem Fortschritte in den Schweizer Zollverhandlungen mit den USA gemeldet wurden. In London näherte sich der FTSE 100 weiter der Marke von 10.000 Punkten. Tagesgewinner mit über 8 % Plus waren Vodafone, die gute Zahlen für das erste Geschäftshalbjahr vorgelegt hatten. An der deutschen Börse ging es gemächlicher zu, der DAX überschritt aber wieder die 24.000-Punkte-Marke. Porsche Holding stiegen nach der Zahlenvorlage im Sog der Automobilwerte um 2 %. Die Aktie der Münchener Rück konnte hingegen kaum vom Quartalsbericht profitieren. Weniger Großschäden stand die Aussicht auf eine schwächere Entwicklung der Prämien gegenüber. Unter Druck standen Rüstungswerte. Die schwach aufgenommenen Zahlen von Hensoldt (-8,4 %) zogen auch Schwergewicht Rheinmetall nach unten (-3,0 %). Auch allgemein werden die Konjunkturaussichten an den Märkten wieder etwas verhaltener eingeschätzt. Der unter Finanzmarktprofis erhobene ZEW-Index gab zum Vormonat um 1,5 auf 38,5 Punkte nach. 

Softbank tauscht Nvidia in OpenAI
An der Wall Street divergierte die Entwicklung zwischen den führenden Indizes. Der S&P 500 gewann 0,2 % auf 6.847 Punkte, während der Nasdaq-Index 0,3 % abgab. Dies war die Folge eines 3%igen Verlustes des schwersten Wertes Nvidia. Das japanische IT-Beteiligungsunternehmen Softbank hatte Aktien für 5,8 Mrd. USD verkauft. Im Gegenzug investieren die Japaner allerdings runde 30 Mrd. USD in OpenAI, wo wiederum auch Nvidia engagiert ist. Das Kapital zirkuliert also lediglich innerhalb der KI-Sphäre. Im Übrigen standen auch an der Wall Street Pharmawerte im Fokus. Pfizer, Amgen und Merck legten jeweils gut 4,5 % zu.

Schlussrunde der DAX-Berichtssaison
In der DAX-Berichtssaison beginnt heute das Schlussfeuerwerk. RWE, E.ON, Infineon und Bayer legen ihre Quartalszahlen vor. Soeben bestätigten die beiden Versorger ihre Geschäftsziele. Morgen endet der Zahlenreigen dann mit Siemens, Deutsche Telekom und Merck. Das bisherige Bild war, wie meistens, gemischt. Unterm Strich überwogen aber die helleren Töne. Knapp die Hälfte der bislang berichtenden Unternehmen legten etwas bessere Zahlen vor als am Markt erwartet worden war. Die Ausblicke wurden zumeist bestätigt, aber es gab auch mehr Anhebungen als Senkungen. Dem DAX selber brachten diese positiven Impulse aber keine Gewinne, er hängt seit dem Frühjahr in einer Seitwärtsbewegung fest. Offenbar war die Erwartungshaltung der Anleger im Zuge der langen Rally schon zuvor auf Optimismus gedreht. Im Euro Stoxx 50 ist der Aufwärtstrend hingegen noch intakt. 

US-Shutdown geht zu Ende
Wesentliche Konjunkturzahlen gibt es heute nicht, aber das US-Repräsentantenhaus tritt zusammen, um das vom Senat beschlossene Finanzpaket abzusegnen. Damit dürfte der längste Shutdown der US-Geschichte noch in dieser Woche zu Ende gehen. Die Zwischenfinanzierung gilt allerdings nur bis Ende Januar. Außerdem treffen sich die G7-Außenminister in Kanada.

 

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