In Europa wird gewählt

Am Sonntag werden gleich in drei Ländern Europas die politischen Weichen neu gestellt. Portugal hält Parlamentswahlen ab. Es ist der dritte Urnengang in nur etwas mehr als drei Jahren. Die Minderheitsregierung von Luís Montenegro war im März gestürzt. Umfragen deuten darauf hin, dass das konservative Bündnis von Luís Montenegro die anstehende Wahl für sich entscheiden könnte. In Polen findet am Sonntag die erste Runde der Präsidentschaftswahlen statt. Bislang wird die Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk vom konservativen Präsidenten Andrzej Duda ausgebremst. Beobachter erwarten ein knappes Rennen, das erst in einer Stichwahl am 1. Juni entschieden wird. In Rumänien schließlich findet nun genau das statt, nämlich die Stichwahl zum künftigen Präsidenten des Landes. Schon nach dem ersten Durchgang schlugen die Wogen hoch. Der prowestliche Ministerpräsident Marcel Ciolacu trat zurück, da es "sein" Kandidat nicht in die Stichwahl schaffte. Die Währung wertete ab, und die Staatsanleiherenditen stiegen. Denn als Favorit geht nun der rechtspopulistische George Simion ins Rennen. Sollte er sich gegen den parteilosen Nicusor Dan durchsetzen, würde sich das Land vom politischen Kurs der EU entfernen und sich Ländern wie Ungarn, der Slowakei und Russland annähern. In der Ukraine und Moldawien besteht bereits ein Einreiseverbot für Simion.

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