Die gute Stimmung hätte allerdings nochmal kippen können, wenn die für gestern Nachmittag terminierten Zahlen zum PCE-Deflator enttäuscht hätten. Im Unterschied zu den sonstigen Inflationszahlen handelte es sich hierbei erst um Oktober-Daten. Weil die US-Währungshüter bei ihren geldpolitischen Abwägungen jedoch insbesondere auf diese Größe als Maß für die US-Teuerung schauen, finden jene Zahlen besondere Beachtung unter den Anlegern. In der Headline sank der PCE-Deflator von 3,4 % im September auf 3,0 % im Oktober. Der Core-Deflator, also die Kernrate, verringerte sich zudem von 3,7 % auf 3,5 %. Beide Zahlen entsprachen den Konsenserwartungen.
Die ebenfalls gestern präsentierte Zahl zu den US-weit wöchentlich neu registrierten Arbeitslosenzahlen dürfte so manchem Anleger hingegen weniger gut gefallen haben. Mit 218 Tsd. lag jene Zahl knapp unterhalb des mit 220 Tsd. erwarteten Werts. In den vergangenen Wochen war der gleitende Vier-Wochen-Schnitt zügig von 206 auf 221 gestiegen. Die Anleger hatten dies als Zeichen für eine bevorstehende US-Konjunkturschwäche gewertet und deshalb darauf gewettet, dass die Fed möglicherweise schon früher als bislang gedacht mit ersten Leitzinssenkungen starten könnte. Mit der jüngsten Zahl wurde der Aufwärtstrend nun jedoch erstmal gestoppt.
 

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