Eine monatliche Umfrage unter Fondsmanagern zeigt eine verbesserte Stimmung bei professionellen Anlegern. Diese halten derzeit so wenig Cash wie seit drei Jahren nicht mehr. Obwohl die Experten in ihren Portfolios aktuell noch Anleihen übergewichten, wird dieser Anteil weiter abgebaut. Die freie Liquidität fließt bevorzugt in Aktien, besonders in der Eurozone, wo europäische Aktien so stark übergewichtet werden. Weiter geht aus der Studie hervor, dass die Anlageexperten vor allem Technologie-, Banken- und Kommunikationsdienstleistungsaktien auf der Kaufliste haben. Aktien aus dem Rohstoffsektor und Versorgerbereich bleiben untergewichtet. In den Fokus der Fondsmanager könnten bald auch europäische Nebenwerte treten. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 sind diese fast 20 % günstiger bewertet als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre.
Einen guten Start in die Kalenderwoche 26 vollzog der DAX. Mit einem Plus von 162 Punkten oder 0,89 % ist somit der erste Grundstein in die Phase der "goldenen Wochen" gelegt. Ein Blick auf die Saisonalität der vergangenen 65 Jahre zeigt, dass der DAX und seine Vorläuferindizes in den Kalenderwochen 26 bis 29 eine überdurchschnittliche Gewinnphase verzeichnen konnten. Dasselbe Saisonmuster hat sich auch in der 2. Börsenliga, im MDAX, gebildet - wobei die Auswertung eine extrem starke KW 27 erwarten lässt. Zu beachten ist hier, dass die Kursdatenreihe aus dem MDAX erst ab 1988 vorliegt. Aus Sicht der Saisonalität ist somit der Weg für eine Fortsetzung steigender Notierungen bei deutschen Blue-Chip-Werten gegeben.
Auf dem makroökonomischen Kalenderblatt stehen für die USA um 15:00 Uhr der S&P Case-Shiller Hauspreisindex (April) sowie eine Stunde später das Konsumentenvertrauen für den Monat Juni.