Wechsel in Washington und Berlin

Als erstes konstituiert sich in Washington am 3. Januar der neue Kongress. Mike Johnson, bisheriger Speaker des Repräsentantenhauses, genießt zwar die Unterstützung von Donald Trump, die knappe Republikaner-Mehrheit von 219:215 Stimmen könnte aber Quertreiber einladen. Auf die Agenda rückt bald wieder die Schuldenobergrenze, die zu Trumps Leidwesen nicht bis 2027 ausgesetzt wurde. Den neuen Präsidenten erwarten zudem große außenpolitische Baustellen. Moskau wird sicher nicht einfach einem Trumpschen Friedensvorschlag zustimmen, zumal es sich gerade auf der Siegerstraße wähnt. Doch in Wahrheit gerät das russische Machtsystem ins Rutschen: Syrien ist gekippt, und damit wackelt die Position Irans. Die Mullahs versuchen, sich mit der Atombombe abzusichern, aber das wird Israel mit Trump im Rücken zu verhindern suchen. Der Kaukasus, Moldau und Venezuela werden weitere Schauplätze des geopolitischen Ringens. Und in gewisser Weise auch Deutschland, denn nach der Bundestagswahl am 23. Februar muss sich zeigen, ob Berlin noch eine Führungsrolle in Europa anstrebt. Formal ging diese gestern mit der EU-Ratspräsidentschaft an Warschau über.

 

China startet den Zahlenreigen

Während diese Themen die nächsten Wochen und Monate bestimmen werden, richtet sich der Blick heute zunächst nach Peking: Der Caixin-Index für Chinas Industrie fiel von 51,5 auf 50,5 Punkte zurück. Am Freitag kommt dann der ISM-Index der US-Einkaufsmanager.

 

Wir wünschen allen unseren Lesern ein frohes und erfolgreiches neues Jahr 2025!

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