Am gestrigen Nachmittag dann eine weitere Enttäuschung: Die Einzelhandelsumsätze in den Vereinigten Staaten wurden, gleichfalls für Mai, mit einem Zuwachs von nur 0,1% gemeldet. Zudem revidierte die Statistik den Vormonat nach unten, auf 0,2%. Insgesamt gesehen überrascht die US-Wirtschaft seit nunmehr bald zwei vollen Monaten auf der Unterseite. Da hilft es wenig, dass, wie gleichfalls gestern gemeldet, zwischen Seattle und Miami die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im Mai überraschend stieg. Das Fazit ist ernüchternd: Die US-Volkswirtschaft hat ganz aktuell einen Durchhänger. Die Wirkung der fiskalpolitischen Stützungsprogramme läuft allmählich aus (Stichwort: "Inflation Reduction Act"); die geldpolitische Bremsung schlägt durch.
Der heutige Mittwoch hat etwas von einem Übergangstag. Auf dem Kalenderblatt steht lediglich der NAHB-Index. Spannender wird's morgen wieder: Zinsentscheid der Notenbank der Schweiz, Zahlen zu den Neubaubeginnen und Baugenehmigungen in den Vereinigten Staaten, Philly-Fed-Index, um nur die Wichtigsten zu nennen: Futter für die Marktbeobachtung und für Kommentare.