Die Nerven der Akteure an den Anleihe- und Aktienmärkten wurden vergangene Woche auf die Probe gestellt. Doch am Ende stand am Freitag ein versöhnlicher Ausklang - zumindest für die Märkte in Europa. In den USA belastete in den späten Handelsstunden erneut die zu dem Zeitpunkt noch herrschende Unsicherheit bzgl. eines möglichen Shutdowns. Zur guten Stimmung am Freitag passte die Vorabschätzung der Inflationsentwicklung im Euroraum im September, die einen unerwartet kräftigen Rückgang der Inflationsrate von 5,2 % auf 4,3 % aufwies. Mindestens so wichtig: Die bislang hartnäckig hohe Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) gab ebenfalls kräftig von 5,3 % auf 4,5 % nach und lag damit erstmals seit einem Jahr unter der 5 %-Marke. 

Wie zu Beginn eines Monats üblich stehen in den kommenden Tagen eine Reihe hochkarätiger Konjunkturdaten zu Veröffentlichung an. Am gestrigen Sonntag wurden aus China bereits die Caixin Einkaufsmanagerindizes für September veröffentlicht. Diese zeigten sowohl für das Verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor einen unerwarteten Rückgang. Weitere Wirtschaftsdaten werden aus China diese Woche nicht mehr kommen - das Land ist für eine Woche im Urlaub und begeht seine Nationalfeierlichkeiten ("Goldene Woche"). Auch die Börsen bleiben dort geschlossen. In Japan überraschte heute früh bereits der Tankan Konjunkturindex für Großunternehmen auf der positiven Seite.

Das Augenmerk der Finanzmärkte dürfte heute auf dem ISM Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in den USA liegen. Dieser sollte nach Einschätzung der LBBW eine gewisse Stimmungsaufhellung zeigen. Am Mittwoch folgt der entsprechende Index für den Dienstleistungssektor, für den sie mit einem Rückgang rechnen. Ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht der Personaldienstleister ADP Daten zur US-Beschäftigungsentwicklung im Privatsektor. Am Freitag folgt dann der offizielle Arbeitsmarktbericht der entsprechenden Statistikbehörde. 
 

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