Fed-Präsident Powell deutete gestern bei der Beantwortung von Fragen des Bankenausschusses des Senats Bereitschaft für Leitzinssenkungen in absehbarer Zeit an. "Wir warten darauf, dass wir zuversichtlicher werden, dass sich die Inflation nachhaltig bei 2 % bewegt. Sobald wir diese Zuversicht haben - und wir sind nicht weit davon entfernt - wird es angemessen sein, damit zu beginnen, den Grad der Beschränkung zurückzuschrauben." Die Renditen 2-jähriger US-Staatsanleihen fielen nach Powells Äußerung, während die Händler ihre Wetten auf eine Zinssenkung im Juni erhöhten. Ein erste US-Leitzinssenkung im Juni entspricht unserer bereits seit längerer Zeit bestehenden Prognose.
Der Goldpreis hat in dieser Woche ein neues Allzeithoch erklommen. Es scheint Parallelen zu einer anhaltenden Hausse der Kryptowährungen zu geben. Für den heute Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht zeichnet sich anhand der regionalen Beschäftigungsindikatoren kein Ende des robusten Stellenwachstums ab. Rein statistisch betrachtet wird nach zwei positiven Überraschungen in Folge (wie im Dezember und Januar der Fall) eine Enttäuschung wahrscheinlicher. Zudem dürfte der Lohnanstieg erheblich schwächer ausfallen als im Januar, da der Vormonatswert durch witterungsbedingte Einflüsse nach oben verzerrt war.