Die letzten drei Tage der laufenden Woche stehen ganz im Zeichen der letzten Notenbanksitzungen vor der Sommerpause: Der Fed (heute) folgt die EZB (morgen) sowie die Bank of Japan (übermorgen). Bezüglich des heutigen Entscheids erwarten die Analysten der LBBW - wie übrigens auch für die EZB morgen - eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte. Dabei sieht die LBBW jedoch gute Argumente dafür, dass Powell & Co. ihre zuletzt "hawkishe" Rhetorik herunterdimmen werden. Schließlich zeigten die jüngsten US-Inflationsdaten eine Abschwächung des Preisdrucks auf breiter Front. Dies galt sowohl für die Headline als auch für die Kernrate. Besonders schlagend dürfte aus Sicht der US-Währungshüter dabei wohl sein, dass der Rückgang der Inflation vom Dienstleistungssektor getragen wurde. Daher geht das LBBW Research davon aus, dass Fed-Chef Jerome Powell im Rahmen seiner heutigen Anschlussrede gewisse Sympathien für eine erneute Zinspause zur September-Sitzung durchblicken lassen wird. Tatsächlich erwartet die LBBW sogar, dass mit dem heutigen Schritt das US-Leitzinshoch erreicht sein sollte.