Gestern legte der IWF seinen aktualisierten Ausblick für die Weltwirtschaft vor. Für Österreich sieht er ein Wachstum um 0,8%. Deutschlands Wirtschaft sehen die Washingtoner Volkswirte ähnlich skeptisch wie die Analysten der LBBW - ein Minus im laufenden Jahr und eine eher kraftlose Erholung im kommenden Turnus. Ihre Einschätzung der US-Konjunktur hat sich verbessert, was nicht zuletzt dem über Erwarten robusten Arbeitsmarkt geschuldet ist. Für 2024 erwartet der Währungsfonds ein Wachstum der US-Wirtschaft um 1,5%. Die LBBW ist mit ihrer Schätzung von 0,5% skeptischer, da sie aufgrund des Fiskalstreites, Streiks in der Automobilindustrie und dem Ende des Studentenkredit-Moratoriums zunehmenden Gegenwind erwarten.
Eine auffällige Entwicklung gab es am europäischen Markt für Erdgas. Die Kontraktpreise schossen seit Montag um rund 30% in die Höhe, obwohl die Speicher für den Winter inzwischen randvoll gefüllt sind. Ursache für den Preissprung ist ein Schaden an einer unterseeischen Leitung zwischen Estland und Finnland. Nach Aussagen finnischer Politiker ist die Ursache dafür Fremdeinwirkung, und es wurde wohl auch ein Unterseekabel beschädigt. Die Gaspipeline hat zwar keine essenzielle Bedeutung für die Versorgung der beiden Länder, dennoch sollte dies im Auge behalten werden, ebenso wie die Entwicklung im Nahen Osten.