Konjunkturdaten zweitrangig
Die Konjunkturdaten genießen angesichts der dramatischen geopolitischen Entwicklungen wenig Aufmerksamkeit an den Märkten. Dabei verzeichnete der Index des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan am Freitag einen unerwartet deutlichen Anstieg von 52,2 auf 60,5 Punkte - was allerdings immer noch ein niedriger Wert ist. China meldete heute früh überraschend starke Einzelhandelsumsätze im Mai.
Woche der Zinsentscheide
Eine Reihe von Notenbanken stellen in der neuen Woche turnusgemäß ihre Geldpolitik auf den Prüfstand. Prominenteste Vertreterin ist die US-amerikanische Fed am Mittwoch. Die Future Märkte rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von 95%, dass die US-Notenbank ihr Leitzinsband unverändert bei 4,25 % bis 4,50 % belassen wird. Spannung verspricht der Zinsentscheid dennoch, da die Währungshüter eine Aktualisierung ihrer Projektionen für Konjunktur, Inflation und Leitzinsen veröffentlichen werden. Bereits morgen früh dürfte die Bank of Japan nach Einschätzung der LBBW eine Fortführung ihrer aktuellen Geldpolitik bekanntgeben. Die Notenbank ist zwar grundsätzlich auf Zinserhöhungskurs. Sie dürfte mit einem nächsten Zinsschritt aber abwarten, bis sie mehr Klarheit über den Ausgang des Handelskonflikts mit den USA hat. In Europa eröffnet die schwedische Riksbank am Mittwoch den Reigen der Zinsentscheide. Ökonomen erwarten mehrheitlich eine Zinssenkung von 2,25 % auf 2,00 %. Es folgt am Donnerstagvormittag die Schweizerische Nationalbank. Die LBBW rechnet mit einer neuerlichen Leitzinssenkung von 0,25 % auf 0,00 %, da die Inflation in der Schweiz jüngst sogar in den negativen Bereich rutschte. Unveränderte Leitzinsen dürften hingegen am Donnerstag die Bank of England (4,25 %) und die norwegische Norges Bank (4,50 %) verkünden.