Mit der kommenden Woche wechselt der Fokus dann Richtung Geldpolitik. Am Donnerstag steht die nächste Sitzung der EZB auf der Agenda. Ob Lagarde & Co. die Leitzinsen dabei - vermutlich ein letztes Mal - um weitere 25 Basispunkte anheben werden, ist alles andere als ausgemachte Sache. Angesichts der schwachen Konjunktur hierzulande scheint das EZB-Direktorium diesbezüglich gespalten zu sein. Bei der Frage ob, oder ob nicht, dürfte es daher wohl auf einen Close Call hinauslaufen. Die US-August-Inflationszahlen am kommenden Mittwoch könnten zudem bereits weichenstellend für den Ausgang der Fed-Sitzung am 20. September sein. Die Sorge, dass die US-Währungshüter ihre Leitzinsen zu diesem oder einem späteren Termin doch noch einmal erhöhen könnten, sind im Laufe dieser Woche jedenfalls wieder gestiegen. Schließlich hatte der ISM-Einkaufsmanagerindex zum Dienstleistungssektor am Mittwoch um satte 1,8 Zähler auf 54,5 Punkte zugelegt. Und gestern fiel die Zahl der in den USA wöchentlich neu registrierten Arbeitslosen nicht nur klar tiefer aus als im Konsens erwartet, sondern lag zudem so niedrig wie seit Februar dieses Jahres nicht mehr. US-Aktien tendierten daraufhin schwach, erholten sich gegen Handelsende jedoch wieder etwas. Die Märkte in Fernost notierten am Morgen ebenfalls niedriger.

Kontakt & Filialen Hilfsmittel & Rechner Notfall & Hilfe