Die stärker als erwartet nachlassende Inflation im Eurogebiet trug letzte Woche dazu bei, dass die Anleiherenditen zurückgingen. Die Hoffnung auf weniger restriktive Notenbanken führte auch zu einer Stabilisierung an den Aktienmärkten. DAX, Euro Stoxx 50 sowie S&P 500 und NASDAQ 100 verzeichneten durchweg eine "grüne Woche" zum Monatsanfang. Die Wochenperformance der beiden letztgenannten Indizes gehört mit +5,85 % und +6,48 % zur bisher besten in diesem Jahr. In Hoffnung auf baldige Zinssenkungen setzten die asiatischen Aktienmärkte heute Morgen die Rally fort.
In einer VDMA-Umfrage berichtet fast die Hälfte der deutschen Maschinenbaufirmen, dass sie ihr China-Geschäft überdenken. Gleichwohl planen 42,00 % der 304 vom VDMA befragten Mitglieds-Firmen einen Ausbau ihrer Tätigkeiten in China. Hauptgründe für das Abwägen der Unternehmen sind in erster Linie die erschwerte Geschäftslage vor Ort, die Verschärfung der geopolitischen Spannungen und der Druck auf chinesische Unternehmen, einheimische Lieferanten und Produkte zu bevorzugen. Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund einer Abschwächung des deutschen Außenhandels statt: Die deutschen Exporte sanken im September um 2,40 % und die Importe um 1,70 % im Vergleich zum August. Daher richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Entwicklung der Auftragseingänge aus dem Ausland, um Hinweise auf eine erhoffte wirtschaftliche Erholung zu erhalten, die von der Exportseite kommen könnte. Die Daten zu den Auftragseingängen des verarbeitenden Gewerbes für September werden heute Morgen und die Daten zur Industrieproduktion morgen veröffentlicht.
Die Future Business Austria (FBA) präsentiert heute in der Wirtschaftskammer ihren Infrastrukturreport 2024. Der Report schätzt, dass Entwicklungen in der Infrastruktur die österreichische Wirtschaftsleistung um rund 94 Milliarden Euro steigern könnten. Dies soll durch den Ausbau von Breitband und 5G erreicht werden, wovon neben neuen Arbeitsmodellen wie Homeoffice vor allem der ländliche Raum profitieren soll. Gleichzeitig nennt der Report auch die drei größten Herausforderungen für österreichische Manager: Inflation, Arbeitskräftemangel, insbesondere bei IT-Fachkräften, und die Energiekrise.