Goldpreis weiter auf Erholungskurs
 

Am 29. Januar hatte der Goldkurs in den Morgenstunden sein bisheriges Allzeithoch bei 5.595,47 US-Dollar je Feinunze markiert. Hierauf folgte ein nahezu beispielloser Einbruch. Am frühen Morgen des 2. Februar lag der Goldpreis im Tief nur noch bei 4.402,95 und damit um 21,3 % niedriger. Seither hat sich der Goldkurs jedoch wieder deutlich erholt und dabei die Marke von 5.000 US-Dollar wieder klar übersprungen. An den Aktienmärkten war die Stimmung gestern jedoch schlechter, wenngleich die US-Börsen einen Teil ihrer Verluste in den späten Handelsstunden wieder wettmachen konnten. Es verblieb dennoch ein Minus von 0,84 % beim S&P 500 und sogar -1,55 % an der US-Technologiebörse Nasdaq.
 

Alphabet-Zahlen ante portas
 

Die US-earnings season zum 4. Quartal 2026 ist in vollem Gange. Besonders beäugt werden hierbei die nach Kapitalisierung acht größten Titel im Index, welche allesamt - mal mehr, mal weniger stark - an der KI-Phantasie hängen. Nach Apple, Meta, Microsoft und Tesla, welche schon in der Vorwoche berichteten, ist nun heute nach US-Börsenschluss Alphabet an der Reihe. Morgen - ebenfalls erst nach der Schlussglocke - folgt mit Amazon das sechste jener Giganten. Auf die Zahlen der letzten beiden Vertreter müssen die Anleger indes noch länger warten. Nvidia berichtet am 25. Februar und Broadcom sogar erst am 6. März. So euphorisch wie in den vergangenen Quartalen immer und immer wieder, wurden die Zahlen der KI-Großkaliber dieses Mal jedoch nicht abgefeiert. Im Gegenteil: Die Reaktion der Anleger fielen sogar höchst selektiv aus: Während Apple und Meta den S&P 500 seither um 5,1 respektive 4,3 Prozentpunkte outperformen konnten, hinken Tesla und Microsoft dem Markt seit ihren Zahlen um 1,3 bzw. sogar massive 13,8 Prozentpunkte hinterher. Daher darf man gespannt sein wie die Anleger auf die Alphabet-Zahlen reagieren werden. Von allen Mitgliedern der Big 8 dürfte die Erwartungshaltung hier nämlich am ambitioniertesten sein. Schließlich legte die Alphabet-Aktie in den gut dreizehn Monaten seit Ultimo 2024 um knapp 80 % zu, während die Kurse der vier zuvor genannten Unternehmen in diesen dreizehn Monaten bis zur Veröffentlichung ihrer jeweiligen Quartalszahlen durchgängig nur seitwärts tendierten.
 

Zahlen beiderseits des Atlantiks
 

Diesseits des Atlantiks dürfte der Fokus heute auf den für 11 Uhr terminierten vorläufigen Zahlen zu den harmonisierten Verbraucherpreisen im gesamten Euroraum für Januar liegen. Dabei wird erwartet, dass die Kernrate bei 2,3 % YoY verharren wird, während die Headline von 1,9 % im Dezember auf nun 2,0 % gestiegen sein sollte. Dies entspräche genau dem Niveau, welches die EZB als Zielgröße ausgegeben hat, weshalb die LBBW davon ausgeht, dass Lagarde & Co. auf der morgigen - und aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf den hierauf folgenden Notenbanksitzungen - nicht am Leitzins rütteln werden. Jenseits des Atlantiks dürften die Anleger zunächst auf den Bericht des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP zur Beschäftigungssituation im Januar schauen. Erwartet wird hierfür ein US-weites Stellenplus von 40.000. Im späteren Tagesverlauf folgen in den USA noch die Januar-Zahlen zum ISM-Einkaufsmanagerindex zum Dienst-leistungssektor. Während im Konsens ein leichter Rückgang erwartet wird, sind unsere Research Partner aus Baden-Württemberg hierfür deutlich optimistischer.

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