Trump irritiert mit Grönland-Plan

Die Hauptursache für diesen vermutlich kurzlebigen Exportboom dürften Vorzieheffekte gewesen sein. Die Importeure in den USA haben seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten einen Anreiz, ihre Lagerbestände rechtzeitig zu den aktuell niedrigen Zollsätzen aufzufüllen, bevor Trump am 20. Januar inauguriert wird und anschließend womöglich die Importzölle anhebt. Ungeachtet der leicht positiven Überraschungen am Schluss dürfte es für das Gesamtjahr 2024 dennoch auf eine leichte Schrumpfung des deutschen BIP hinauslaufen. Für 2025 sieht es derzeit kaum besser aus. Denn nichts sieht danach aus, als würde der designierte US-Präsident von seinen Plänen in Sachen Zollerhöhungen abrücken. Seine derzeitigen Forderungen an Panama, Kanada und Grönland bzw. Dänemark tragen überdies so phantastischen Charakter, dass schon von Beginn seiner Amtszeit an mit allem gerechnet werden muss.

 

US-Arbeitsmarktbericht voraus

Die Woche schließt mit hochkarätigen Zahlen aus den USA. Der Arbeitsmarktbericht wirft ein Schlaglicht auf die Konjunktur und (mit der Lohnentwicklung) auf den Preisdruck in den USA. Die LBBW geht von einem etwas nachlassenden Beschäftigungsaufbau im Dezember aus: 160 Tsd. nach 227 Tsd. im November; Revisionen der November-Zahlen vorbehalten. Die Arbeitslosenquote dürfte von 4,2 % auf 4,3 % steigen. Für die Stundenlöhne erwarter die LBBW mit 0,3 % M/M einen etwas langsameren Anstieg als im November (+0,4 %). Abgerundet werden die Daten vom Consumer Sentiment Index der Uni Michigan. Die Prognose der Landesbank Baden-Württemberg: Im Januar ist es mit 73,0 etwas niedriger als im Dezember (74,0).

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