Eskalation in Nahost, Ölpreis steigt
Israelische Bodentruppen im Libanon, iranische Raketen auf Israel - der Nahe Osten kommt kurz vor dem 7. Oktober, dem Jahrestag des Angriffs der Hamas-Terroristen aus Gaza auf Israel, nicht zur Ruhe. Zwar wurden die iranischen Raketen von der israelischen Luftabwehr erfolgreich abgefangen, aber eine Antwort Israels in Richtung Teheran wird wohl nicht lange auf sich warten lassen. Der Ölpreis ist gestern um fast drei US-Dollar gestiegen. Gefahr für die globale Ölversorgung besteht nicht, aber die Risikoprämien steigen etwas. Nach der vorhergehenden konjunkturbedingten Talfahrt der Ölnotierungen ist das schwarze Gold im Vergleich der jüngeren Historie aber auch auf dem neuen Niveau bei 75 USD je Fass weiterhin eher niedrig gepreist.
ADP-Report und Hafenarbeiter
US-Zahlen dürften heute das Marktgeschehen prägen. Aus den USA wird der ADP-Report für September für den Stellenaufbau im privaten Gewerbe vorgelegt. Dieser geht dem für die US-Notenbank wichtigen Arbeitsmarktbericht voraus, der am Freitag veröffentlicht wird. Für den ADP-Report erwarten wir lediglich 80.000 neue Stellen, was gegenüber August (99.000) eine Verschlechterung wäre. Außerdem hat in den USA der Streik der Hafenarbeiter an der Ostküste begonnen. Der erste große Streik seit 1977 könnte je nach Dauer gravierende Konsequenzen für den Außenhandel mit Europa haben.