Große Zahlen mit ungewisser Wirkung und offener Finanzierung - vor diesem Hintergrund erstaunt es kaum, dass die deutschen Verbraucher in Deckung bleiben. Der Index für das Konsumentenvertrauen rückte im Dezember nur wenig vor von -28,3 auf -27,8. Damit verharrt die Stimmung weiterhin tief im pessimistischen Bereich.
Etwas besser läuft es derzeit in den USA. Dort ist der Markt für Wohnimmobilien ein guter Indikator für die Konjunktur, und dieser Markt floriert. Die Hauspreise zogen nach Berechnung des Case-Shiller-Hauspreisindexes im September um 3,9 % zum Vorjahresmonat an. Im August lag der Anstieg noch bei 2,1 %.
Reichlich Konjunkturdaten wird es am heutigen Mittwoch geben. Für Deutschland wird die vorläufige Inflationsrate für den November veröffentlicht. Das LBBW Research erwartet einen Rückgang der Inflationsrate auf 3,5 % nach 3,8 % im Oktober. Daneben gibt es Daten für die deutschen Importpreise für Oktober (Konsensschätzung -13,4%) sowie für das Economic Sentiment für den Euroraum, das nach LBBW Einschätzung im November leicht gestiegen sein dürfte. In den USA wird das revidierte BIP im dritten Quartal berichtet. Die Finanzmärkte dürfte diese Zahl vermutlich kalt lassen, aber für die Ökonomen bieten die BIP-Daten notwendige Hinweise, ob es für den Zustand der US-Wirtschaft gegenüber der ersten Schätzung des BIP eine nennenswerte Änderung gab. Von Reuters befragte Volkswirte erwarten indes eine nur minimale Aufwärtsrevision von 4,9 % auf 5,0 % für die auf das Jahr hochgerechnete Wachstumsrate der Wirtschaftsleistung zum Vorquartal.