Inflation auf Fünfjahrestief

Die Inflation im Euroraum hat zu Jahresbeginn deutlich an Tempo verloren. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar im Schnitt um 1,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat, wie Eurostat in Luxemburg in einer ersten Schätzung meldete. Damit erreicht die Teuerung den niedrigsten Stand im Währungsraum seit April 2021. Treiber der Entspannung ist vor allem der nachlassende Preisdruck in großen Mitgliedsländern. In Frankreich fiel die Inflationsrate zu Jahresbeginn auf 0,4 %, in Italien lag sie bei 1,0 %. Deutschland hebt sich davon ab: Hier stiegen die Verbraucherpreise zuletzt weiterhin um 2,1 % und dämpfen damit den Rückgang auf Ebene der Währungsunion.

 

Heute im Fokus

Die deutschen Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe wurden heute um 08:00 Uhr veröffentlicht. Sie legten im Dezember 2025 überraschend stark um 7,8 % im Monatsvergleich zu und übertrafen damit die Markterwartungen deutlich. Haupttreiber waren Großaufträge im Bereich der Metallerzeugnisse (+30,2 %) sowie im Maschinenbau (+11,5 %).

Am Nachmittag folgt der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank. Erwartet wird eine unveränderte Einlagenfazilität von 2 %, gestützt durch stabilere Konjunktursignale und eine Gesamtinflation leicht unter dem 2‑%-Ziel. EZB‑Chefökonom Philip Lane sprach zuletzt von einem „Goldilocks‑Szenario“. Auch die Terminmärkte preisen für 2026 kaum Veränderungen ein. Aufmerksamkeit dürfte zudem die jüngere Euro‑Aufwertung gegenüber dem US‑Dollar erhalten. Österreichs Notenbankchef Martin Kocher deutete an, dass bei anhaltender Euro‑Stärke eine Zinssenkung nicht ausgeschlossen sei.

Kontakt & Filialen Hilfsmittel & Rechner Notfall & Hilfe