Gestern haben sich gleich zwei lokale Fed-Präsidenten zu weiteren Leitzinserhöhungen in den USA geäußert: Raphael Bostic, der Präsident der Atlanta Fed, hält nur noch einen Leitzinsschritt über 25 Bp. für notwendig und würde dann die Leitzinsen einige Zeit auf dem erreichten Niveau von 5,25% halten. Sein Amtskollege James Bullard von der Fed of St. Louis äußerte hingegen, dass er es vorziehe, die Leitzinsen auf 5,75% anzuheben. Dies entspräche drei weiteren Anhebungen um jeweils 25 Bp. Heute Abend veröffentlicht die Fed das Protokoll der letzten Notenbanksitzung. Die LBBW erwartet, dass die amerikanische Zentralbank nur noch eine weitere Zinserhöhung um 25 Bp im Mai 2023 durchführt. Danach dürften die Leitzinsen über 6-9 Monate auf diesem restriktiven Niveau verharren. Erste Zinssenkungen erwarten die LBBW-Analysten entgegen den Markteinschätzungen erst für das Frühjahr 2024. Die asiatischen Aktienmärkte sind mit Verlusten in den Tag gestartet. US-Aktienfutures deuten ebenfalls auf einen schwächeren Börsentag hin. Bei den ökonomischen Daten stehen heute keine wesentlichen Veröffentlichungen. Die Rede des EZB-Direktoriumsmitglieds Schnabel heute Abend dürfte von den Marktteilnehmern auf Hinweise zur weiteren EZB-Politik abgeklopft werden. Im Gegensatz zur Fed erwartet die LBBW für die EZB drei Zinserhöhungen zu je 25 Bp. Der Gipfel beim Einlagesatz-Peak dürfte nach deren Einschätzung bei 3,75 % liegen. Erste Senkungen seitens der EZB sieht die LBBW nicht vor dem zweiten Halbjahr 2024.

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