US-Inflation belastet die Wall Street
Die Rentenmärkte erhielten gestern eine zweite kalte Dusche. Die US-Konsumentenpreise legten im Januar mit einer Rate von 0,5 % gegenüber dem Vormonat zu. Aus der von der Fed erhoffte Annäherung an das 2%-Inflationsziel wurde also nichts, im Gegenteil: Die Jahresrate stellte sich wieder auf 3,0 %. Dabei steht die inflationstreibende Wirkung der jüngsten Erhöhungen der US-Einfuhrzölle noch aus. Die LBBW fühlt sich damit bestätigt in ihrer Außenseitermeinung, dass die US-Notenbank erst am Ende dieses Jahres ihre Leitzinsen senken wird. Man ist geneigt hinzuzufügen: Wenn überhaupt. Die US-Börsen reagierten zunächst mit Verlusten, grenzten diese aber im Handelsverlauf ein. Der S&P 500 schloss 0,3 % im Minus bei 6.051 Punkten, der Nasdaq-Index nahezu unverändert. Der DAX hatte nach zwischenzeitlichen Verlusten um 0,5 % höher auf dem neuen Rekordhoch von 22.148 Punkten geschlossen, dem 13. in diesem Jahr.
Aktien deutlich im Plus erwartet
Heute werden in den Diskussionen sicher die Entwicklungen zwischen den USA und Russland im Mittelpunkt stehen. Am Freitag beginnt die Münchener Sicherheits-konferenz mit der Teilnahme von Präsident Selenskij und US-Vize J.D. Vance. Der deutsche Aktienmarkt dürfte angesichts der Hoffnungen auf einen Waffenstillstand deutlich im Plus eröffnen, die DAX-Indikationen stehen bei 22.400 Zählern. Nach den gestrigen US-Daten kommen heute die Inflationszahlen aus Deutschland für Januar sowie aus den USA Daten zu den Erzeugerpreisen. Zudem veröffentlicht das britische Statistikamt die BIP-Schätzung für das Schlussquartal. Die LBBW erwartet eine ähnlich maue Entwicklung wie in Deutschland. Nicht nur konjunkturell schlecht läuft es auch in Österreich. Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP liegt nun der Ball wieder beim Bundespräsidenten.