Gleichwohl ist das von den Analysten der LBBW erwartete starke Wachstum im ersten Quartal kein Grund für allgemeinen Konjunkturoptimismus. Die Veröffentlichung des Bruttoinlandsproduktes stellt einen Blick in den Rückspiegel dar. Dies zeigt exemplarisch die erwartete Entwicklung des persönlichen Verbrauchs. Dieser wird nach ihrer Prognose mit einer Jahresrate von 4,5 % in die Höhe schießen. Dies dürfte jedoch allein auf ein außergewöhnlich starkes Wachstum des persönlichen Verbrauchs im Januar zurückgehen. Im Februar schrumpfte der persönliche Verbrauch. Und der bereits gemeldete Rückgang der Einzelhandelsumsätze läßt erwarten, dass es mit der Entwicklung des persönlichen Verbrauchs im März nicht bessergestellt war. Diese Entwicklung spricht - neben anderen Gründen - dafür, dass die US-Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal wesentlich niedriger ausfallen dürfte. Im Zeitraum danach dürften die kräftig gestiegenen Leitzinsen ihre dämpfende Wirkung entfalten. Nach unserer Prognose wird die US-Wirtschaft Anfang 2024 in eine Rezession abgleiten. Die schwedische Zentralbank hat gestern beschlossen, ihren Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 3,5 % anzuheben. Die Entscheidung fiel nicht einstimmig aus. Zwei Ratsmitglieder votierten für eine Erhöhung um lediglich einen Viertelprozentpunkt. Die Währungshüter stellten für Mai oder Juni zwar eine abermalige Erhöhung des Leitzinses in Aussicht, jedoch bloß um einen Viertel-Prozentpunkt. Die Schwedische Krone wertete im Nachgang des Zinsentscheides gegenüber dem Euro ab.