Konjuktur mit gewohntem Bild
Der heute veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex für November zeigt eine weitere Eintrübung der Lage. Der Index sank nach Angaben des Instituts von 86,5 auf 85,7. Auch wenn die Erwartungen stabil blieben, so signalisiert der Rückgang, dass die Konjunktur im vierten Quartal wohl schlechter laufen wird als bisher gedacht. Angesichts der weiterhin schwachen Binnenwirtschaft und zunehmender Risiken im Rest der Welt dürfte auch 2025 das BIP-Wachstum negativ sein. Dass die Wirtschaft im Euroraum generell mehr Stimulus benötigen könnte, sieht auch der Chefökonom der EZB, Philippe Lane. Er warnte heute vor den Risiken einer zu restriktiven Geldpolitik für das Wachstum. Zudem erwartet er, dass die Inflation im kommenden Jahr nachhaltig auf das Zielniveau von 2 % fallen wird. Bei Ausbleiben großer Schocks sieht er daher auch im nächsten Jahr ein schrittweises Absenken der Leitzinsen als wahrscheinlich.
Daten aus Asien, Europa und USA
In den USA steht diese Woche mit Thanksgiving am Donnerstag eine verkürzte Handelswoche an. Davor werden Händler noch aufmerksam das Sitzungsprotokoll der Federal Reserve von November auf etwaige Hinweise zum weiteren Zinsverlauf studieren. Unterdessen stehen in Europa eine Reihe an Wachstums- und Inflationsdaten auf dem Kalender, während in Asien u.a. am Donnerstag die Zinsentscheidung der südkoreanischen Zentralbank sowie am Freitag Daten aus Japan zum Arbeitsmarkt und der Industrieproduktion auf dem Plan stehen. An den Rohstoffmärkten könnte es unterdessen diese Woche wieder mehr Bewegung geben. Nach Aussagen des israelischen Botschafters in den US stehen Israel und die libanesische Hisbollah kurz vor einem Waffenstillstandsabkommen. Die Ölpreise reagierten unmittelbar darauf und standen zuletzt um 0,6 % tiefer. Auch Gold gab mit -1,7 % deutlich nach. Dies dürfte aber auch auf die zuletzt starke Performance des Edelmetalls zurückzuführen sein. Gold verzeichnete in der letzten Woche nämlich den stärksten Anstieg seit 20 Monaten.