Politische Unsicherheit ohne Wirkung auf die Börsen

Am Montag reagierten die Finanzmärkte in den USA und Europa auf die jüngsten Spannungen zwischen der US-Regierung und dem Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell. Das US-Justizministerium hatte zuletzt eine mögliche Anklage gegen Powell in den Raum gestellt. Hintergrund sind dessen Aussagen vor dem Kongress zu den auf rund 2,5 Milliarden US‑Dollar gestiegenen Renovierungskosten am Hauptsitz der Zentralbank in Washington.

Trotz der politischen Auseinandersetzungen zeigten sich die Aktienmärkte stabil. Der DAX schloss mit einem Anstieg von 0,57 %, der Euro Stoxx 50 legte um 0,31 % zu, und der S&P 500 verzeichnete ein Plus von 0,16 %.

Dollar schwächelt und Gold ist gefragt

In Anbetracht der Gemengelage ist auch wieder ein Zufluss in Safe-Heaven-Assets zu beobachten. So sind derzeit vor allem Edelmetalle gefragt. Der Goldpreis profitierte besonders und markierte ein neues Rekordhoch oberhalb von 4.600 US-Dollar je Feinunze. Der Greenback, der negativ mit dem Goldpreis korreliert ist, wertete zudem weiter ab.

Heute US-Inflationsdaten im Fokus

Heute Mittag stehen die aktuellen US‑Inflationsdaten im Mittelpunkt. Der längere Regierungsstillstand in den Vereinigten Staaten ist zwar weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden, doch die nun anstehenden Zahlen dürften die ersten seit August sein, die wieder vollständig und unter regulären Bedingungen erhoben wurden. Für Dezember wird ein Anstieg der Verbraucherpreise um 0,4 % gegenüber dem Vormonat erwartet.

Die Federal Reserve, die weiterhin zwischen ihrem Inflations- und Beschäftigungsauftrag abwägen muss, dürfte vorerst keine klare Entspannung signalisieren. Es wird damit gerechnet, dass sie auf ihrer Sitzung im Januar zunächst eine abwartende Position einnimmt und den Leitzins unverändert lässt.

Zudem eröffnet JP Morgan heute die neue Berichtssaison, in deren Rahmen Unternehmen ihre aktuellen Geschäftszahlen vorlegen. Die Bank präsentiert ihre Ergebnisse in einem Umfeld, das sowohl Chancen als auch Risiken beinhaltet. Einerseits führen jüngste regulatorische Anpassungen zu geringeren Kapitalanforderungen, andererseits sorgt die Forderung des US‑Präsidenten nach einer Deckelung der Kreditkartenzinsen auf 10 % für zusätzliche Unsicherheit.
 

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