Zinserhöhung in Japan
Kommende Woche entscheiden die EZB und die Fed über Anpassungen ihrer Geldpolitik. Heut früh legte die Bank of Japan (BoJ) schon einmal vor. Doch während die Notenbanken hierzulande und in den USA zuletzt ihre Leitzinsen senkten, marschiert die BoJ in die entgegengesetzte Richtung. Sie hob ihren Leitzins von 0,25 % auf 0,50 % an. Das ist das höchste Niveau seit dem Jahr 2008. Zudem hob sie ihre Inflationsprognosen an, während sie ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum weitgehend unverändert ließ. Die japanische Inflationsrate wurde heute früh mit einem Anstieg auf 3,6 % für Dezember veröffentlicht. Die Kernrate verharrte bei 2,4 %. Die Zinserhöhung war an den Finanzmärkten im Wesentlichen so erwartet worden. Ein wenig konnte der Japanische Yen dennoch vom Zinsentscheid profitieren.
Bereits gestern reduzierte die Türkische Notenbank erwartungsgemäß ihren Leitzins von 47,5 % auf 45 %. Für die nächsten Zinsentscheide signalisierte sie weitere Zinssenkungen. Die Norwegische Notenbank beließ ihre Geldpolitik gestern unverändert. Sie signalisierte aber, dass sie vermutlich im März erstmals in diesem Zyklus ihren Leitzins von derzeit 4,5 % senken wird.
Heute: Einkaufsmanagerindizes
Die Finanzmärkte erlebten gestern einen überwiegend ruhigen Handelstag, wenngleich DAX und S&P 500 erneut ein solides Plus von 0,7 % bzw. 0,5 % verbuchten. Frische Impulse für die Märkte könnten heute Vormittag von den Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und den Euroraum kommen. Die LBBW erwartet zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Stimmungsaufhellung unter den befragten Einkäufern. Am Nachmittag werden in den USA Zahlen zu den Wiederverkäufen von Häusern veröffentlicht. Die Umsätze am privaten US-Wohnungsmarkt bewegen sich seit den Zinserhöhungen 2022 und 2023 auf historisch niedrigem Niveau. Die bisherigen Zinssenkungen seit September 2024 sorgten noch nicht für eine nennenswerte Belebung.