Die Stimmung der US-Konsumenten trübte sich seit Jahresbeginn ein. Gestern zeigte das Conference Board Verbrauchervertrauen für Mai jedoch eine positive Kehrtwende. Das Barometer stieg nach zuvor drei Rückgängen in Folge von 97,5 auf 102,0 Punkte. Als einen der Gründe für die Stimmungsaufhellung nannte die Chefökonomin des Instituts, Dana M. Peterson, den weiter robusten Arbeitsmarkt. Heute steht mit dem GfK Konsumklimaindex ein Stimmungsbarometer für die Konsumenten in Deutschland auf der Agenda. Nachdem der Index bereits im Mai den dritten Monat in Folge zulegte, rechnet die LBBW für Juni mit einem leichten Anstieg auf -23 Punkte. Jedoch ist die Konsumlaune auf diesem überaus niedrigen Niveau noch nicht berauschend. Der IWF rechnet indes mit einer allmählichen Erholung der deutschen Wirtschaft im Jahresverlauf, die vom privaten Konsum getragen wird. Dies zeigt der gestern veröffentlichte Länderbericht für Deutschland. Sofern die Reallöhne weiter steigen und die Anschaffungsneigung zunimmt, werden nach dem mageren 0,2%-BIP-Plus für das laufende Jahr im Zeitraum 2025 bis 2026 wieder höhere Wachstumsraten - um 1 % bis 1,5 % - erwartet. Immerhin bewegen sich bereits die GfK-Komponenten - wie die Einkommens- oder Konjunkturerwartung - in die richtige Richtung.