Fed-Hoffnungen heben die Stimmung

Am Freitag waren die Marktteilnehmer*Innen dies- und jenseits des Atlantiks mehrheitlich positiv gestimmt. Grund dafür waren neuerlich angefachte Spekulationen auf eine weitere Zinssenkung der Fed im Dezember. Auf Basis der impliziten Leitzinswahrscheinlichkeiten preisen die Marktteilnehmer derzeit mit rund 79 % eine Senkung im Dezember ein. Der Dollar Index, der den Wert des Greenbacks gegenüber den sechs wichtigsten Währungen abbildet, verbuchte infolgedessen seine schlechteste Wochenperformance seit Ende Juli. Für Aufregung sorgte indes eine Panne beim Börsenbetreiber CME-Group, die den Future-Handel auf Aktien, Währungen und Rohstoffe am Freitag für einige Stunden lahmgelegt hatte, wodurch das Handelsvolumen nach dem Thanksgiving-Feiertag deutlich reduziert war.

 

Weihnachtsgeschäft treibt Kurse

Der Start in die umsatzstarke Weihnachtssaison, verhalf am Black Friday vor allem Werten des zyklischen Konsumsektors zu Kurssprüngen. So konnte etwa Amazon einen Tagesanstieg von gut 1,5 % aufweisen. Der S&P 500 beendete den Tag mit einem Plus von 0,54 %. DAX und Euro Stoxx 50 stiegen jeweils um knapp 0,3 % an. Fortschritte bei den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine könnten sich künftig positiv auswirken.

 

Diese Woche viele Makro-Daten

Mit Blick auf die nun beginnende Woche rücken wichtige Konjunkturindikatoren aus aller Welt in den Fokus. Am heutigen Montag richten sich die Augen der Anleger auf die USA und China. In beiden Ländern wird der Einkaufsmanagerindex im verarbeiteten Gewerbe veröffentlicht. Für die USA rechnen Analysten mit einem Rückgang von 48,7 Zähler im Oktober auf 48,5 Punkte im November. Damit läge der Index bereits den achten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50. In China dürfte der Wert weiterhin bei knapp über 50 verbleiben. Am Dienstag folgen für den Euroraum die Vorabschätzung des HVPI und die Arbeitslosenquote. Beide Oktoberwerte von jeweils 2,1 % und 6,3 % dürften unverändert bleiben. Wie sich die Lage im nicht verarbeitenden Gewerbe der USA darstellt, wird am Mittwoch der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor zeigen. Die Landesbank Baden Württemberg erwartet einen Wert knapp über 52 und somit deutlich oberhalb der Wachstumsschwelle von 50. Mehr aufschlussreiche Einblicke liefern am Freitag in den USA die Kerninflationsrate und der Verbraucherstimmungsindex der University of Michigan. Für die PCE-Kernrate erwarten die LBBW einen leichten Rückgang auf 2,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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