Mit der Sprengung des Kachowka-Staudamms steht für die von Russland annektierte Halbinsel Krim die Wasserversorgung zur Disposition. Russland ist zu einer Kriegführung der "Verbrannten Erde" übergegangen, sogar - so paradox dies klingen mag - mit Überflutungen. Russlands Volkswirtschaft ächzt vernehmlich. Ein bereits ein Jahr währender Verfall der Rohölpreise, westliche Sanktionen und eine sinkende Nachfrage durch die wichtigen Sanktionsbrecher Indien und China sorgen für enorme Belastungen des russischen Staatshaushalts. Hinzu treten hohe Ausgaben für das Militär. In den ersten vier Monaten des Jahres lagen die Staatsausgaben um mehr als ein Viertel höher als im vorigen Jahr. Die Einnahmen brachen um mehr als 20% ein. Russlands Budgetplanung basiert auf einem Ölpreis von 70 US-Dollar je Fass. Aktuell erlöst Russland nur rund 45 US-Dollar.