In den USA ist ein schwacher US-Wohnungsbau erkennbar. Im Mai erreichte der Wohnungsbau in den USA mit einer jährlichen Rate von 1,28 Millionen den niedrigsten Stand seit vier Jahren, beeinträchtigt durch das anhaltend hohe Zinsniveau. Baugenehmigungen fielen ebenfalls: 1,39 Mio. bedeuten das schwächste Niveau seit Juni 2020. Der Rückgang, der sowohl Mehrfamilien- als auch Einfamilienhäuser betrifft, dürfte das US-Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen. Die restriktive Geldpolitik der US-Notenbank hinterlässt offenbar ihre Spuren. Zudem wurden gestern die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Diese waren um mit 238.000 Erstanträgen um 5.000 niedriger als in der Vorwoche, als die Anträge in die Höhe geschossen waren. Blendet man solche kurzfristigen Schwankungen aus und blickt auf einen vierwöchigen Durchschnitt, so ist der Aufwärtstrend dieser Zeitreihe intakt und signalisiert gewisse Schwächeanzeichen am US-Arbeitsmarkt. Diese beiden gestern vorgelegten Daten unterstützen die aktuelle Marktmeinung, wonach die US-Notenbank im September zum ersten Mal ihre Leitzinsen senken wird.
Heute Vormittag werden die vorläufigen Daten zu den Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und Euroland veröffentlicht.