Wie geht es nun weiter? Nach den teilweise extremen Ausschlägen am Montag kehrte am Dienstag zumindest eine gewisse Konsolidierung ein. Der am stärksten gebeutelte japanische Aktienmarkt legte, nach einem Einbruch über 12 % am Montag, am Dienstag wieder um 10 % zu. Nach panikartigen Verkäufen scheint eine gewisse Rationalität Einzug zuhalten. Die grundlegenden Belastungsfaktoren einer sich abschwächenden US-Konjunktur sowie die Risiken in Nahost bleiben jedoch erhalten. Die LBBW rechnet mit einer Verlangsamung der US-Konjunktur und damit verbunden auch mit sukzessiven Leitzinssenkungen in den USA und in Europa, sie erwarten jedoch keine US-Rezession. Der Ausgang der aktuellen Krise in Nahost ist kaum zu prognostizieren. Allerdings dürfte auch der Iran an einer breiten Eskalation des Konflikts kein Interesse haben - eine Antwort auf die Ermordung Hanijas ist jedoch wahrscheinlich.

An den Aktienmärkten kam die Korrektur zwar nicht überraschend, wohl aber ihre Heftigkeit. Die extreme Konzentration auf wenige Titel (in der Spitze 30 % des S&P 500 in den größten sechs Werten) war Ausdruck einer Überspekulation, unterfüttert durch eine enorme Erwartungshaltung an die Zahlenwerke und Ausblicke der KI-Lokomotiven. Anders als in der Q1-Saison konnten sie diese nicht mehr erfüllen bzw. sahen sich wachsenden Herausforderungen z.B. durch Handelsrestriktionen gegenüber. Seit Jahresbeginn notieren die großen Indizes weiterhin im Plus, allerdings deutlich unter ihren Durchschnittsständen.

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